Sonntag, 7. September 2014

Couchsurfing



Ich bin nun schon ziemlich lange "Couchsurfer". 
Das erste Mal habe ich 2008 in London bei Helga aus Portugal gesurft. Seitdem habe ich weitere Male in London, Tampere (F), Äthiopien, Kenia und auch in diversen Städten in Deutschland gesurft, auf meinen Reisen in den USA, Afrika und Australien andere Couchsurfer getroffen, an einigen Meetings und Events in Frankfurt teilgenommen und hatte auf meiner Couch Gäste aus Spanien, China, Neuseeland, Polen, USA, Kanada, Deutschland, Lettland, ... (ich weiß es gar nicht mehr so genau).

Beim Couchsurfing lernt man einen Ort ganz anders kennen, durch die Augen seines Hosts. Man lernt Ecken kennen, die man so vielleicht sonst nicht gesehen hätte, kann selbstgekochtes traditionelles Essen probieren (oder alternativ was Traditionelles aus der Heimat für den Host kochen), mehr über Sprache, Kultur und Geschichte erfahren oder einfach nur ne gute Zeit haben. Ich war auf Konzerten und habe tolle finnische Musik kennengelernt, die ich sonst nie gehört hätte. Ich habe Dumpster Diving ausprobiert und danach mit meinem Host einen köstlichen Rhabarberkuchen gebacken und in Nairobi habe ich gelernt Ugali zu machen und wie man das isst. Ich war mit anderen Couchsurfern Swing tanzen und habe dadurch diesen Tanz kennen und lieben gelernt. Am allerwichtigsten ist aber, dass ich ich viele verschiedene tolle Menschen kennengelernt und einige Freunde fürs Leben gefunden habe.

Auch als Host ist es toll, etwas über die Reisen seiner Gäste zu erfahren, das Land aus dem sie kommen und sein eigenes Leben ein wenig zu teilen. Ich habe einen Couchsurfer in Australien kennengelernt, der sagte "I don't have the money or time to travel but with couchsurfing I bring the world to my home and I meet different cultures and people without actually travelling." Oder so ähnlich :-)
Alternativ helfen einem Couchsurfer auch mal beim Möbel aufbauen, wenn man gerade erst umgezogen ist.
Ich bin sicherlich niemand, der ständig jemanden bei sich aufnimmt, aber hey - das wann, wie viele, wie oft und wie lange kann schließlich jeder selber bestimmen. Alles kann, nichts muss! 

Am Montag kommen wieder zwei Gäste (+ Hund!) aus Kalifornien und für November haben sich schon Surfer aus Brasilien angekündigt. Ich freue mich drauf!

Keep surfin'

Samstag, 6. September 2014

Die Sommerpause ist vorbei ...

... und es wird wieder gebloggt. 

Und geschrieben!
Das habe ich nämlich in der letzten Zeit genauso vernachlässigt.


Dafür habe ich aber im Urlaub dieses schöne Buch mit dem Titel "642 things to write about" entdeckt und musste es natürlich kaufen.

Was für eine schöne Idee, um einfach jeden Tag eine kleine Schreibübung zu machen - das ist nämlich nun mein Plan. Abgesehen vom großen, Ganzen - der/den Romanidee(n) jeden Tag ne Kleinigkeit schreiben.



Und das ist wirklich gar nicht so schwer, denn es muss ja nicht viel sein und die Ideen in dem Buch sind kurz und banal ("Your favorite film") bis lustig ("Write a bathroom wall limerick") oder auch mal echt herausfordernd ("Study a stranger. Go home and write a tragedy about his or her mother.").

Ich werde immer mal wieder ein paar dieser Schreibübungen mit euch teilen und vielleicht hat ja der ein oder andere Schreiberling unter euch auch Lust, sich kreativ auszutoben - entweder ganz privat für euch oder hier in einem Kommentar oder auf eurem eigenen Blog.

Also los gehts erstmal kurz und knackig mit diesem hier:

"A houseplant is dying. Tell it why it needs to live."

Geh nicht! 
Du bist so wertvoll und leistest jeden Tag einen wundervollen Beitrag zu dieser Welt, erzeugst Sauerstoff, den andere zum Atmen brauchen. 
Du bist es wert, selber zu leben, gib dich bitte nicht auf!!! 
Ich gebe dir alles, was du brauchst - Wasser, Licht, Musik, ...
Gemeinsam schaffen wir es durch diese schwere Zeit!

Verena

Samstag, 21. Juni 2014

Australia VI - Northern Territory

Im November 09 habe ich mir eine Auszeit von meinem Praktikum gegönnt, denn natürlich hatte ich noch nicht genug gesehen und auch wenn man ein so einer kurzen Zeit einfach nicht alles von diesem Riesenland sehen kann, wollte ich zumindest noch zum berühmten Ayers Rock. Hier gibt es auch wieder eine Riesenauswahl an Touren, die meisten gehen entweder von oben in die Mitte (Darwin-Alice Springs) oder von unten in die Mitte (Adelaide-Alice Springs). Wer viel Zeit hat, kann natürlich auch von ganz oben bis nach ganz unten reisen. Ich hatte nicht viel Zeit und Darwin ist von Tasmanien leider einfach viel, viel, viel zu weit entfernt. Ich habe mich dann für eine dritte Möglichkeit entschieden, welche nicht ganz so üblich ist:

Desert Explorer from Perth to Alice Springs

Also nach den kurzen Zwischenstopps in Adelaide und Perth (siehe letzter Beitrag), ging es dann los mit einem glücklicherweise vollklimatisierten Tourbus quer durch die Wüste. Und ja, die Wüste ist wirklich groß!!! Und alles sieht irgendwie gleich aus. Zwischendrin immer mal ein Autowrack, das surreal in der Gegend rumliegt. Ich glaube wir haben 5 Nächte einfach mitten in der Wüste unter dem Sternenhimmel übernachtet, ohne WC, Dusche oder sonstiges fließendes Wasser. 
In den ersten Nächten hatte ich ganz schön Panik vor Schlangen oder Spinnen im Schlafsack, aber die einzigen Tiere, die uns begegneten waren ein paar wilde Kamele (ja die gibts auch in Australien!).
Die einzigen anderen Menschen sind uns nur an den Tankstellen (ja mitten in der Wüste) begegnet, wo wir uns alle immer mit viel, viel Eis und kühlen Drinks eingedeckt haben. Wobei, ganz stimmt das nicht - man hat tatsächlich auch zwischendurch sehr vereinzelt mal ein paar Aborigines gesehen.

Als wir uns dann den "Sehenswürdigkeiten" und somit auch den Campingplätzen näherten, fühlten wir uns wohl alle wie im Paradies. Was so ein paar öffentliche Duschen und sogar ein kleiner, überfüllter Pool alles für einen bedeuten können ... HEAVEN!

Erst die Olgas, dann der Kings Canyon Walk und natürlich letztendlich der legendäre Ayers Rock / Uluru haben uns für die lange Reise belohnt. Es ist faszinierend, mitten im Nirgendwo so einen großen Felsen zu sehen, der noch dazu für die Aborigines so eine starke Bedeutung hat. Im Anschluss verbrachten wir noch einen Tag in Alice Springs und dann gings für mich wieder zurück nach Tasmanien.

Der Besuch war definitiv die lange Reise wert und es war auch interessant mal richtig in der Wüste zu sein, aber ich denke, ich würde in Zukunft eher direkt nach Alice Springs fliegen und von dort ne dreitägige Tour machen. Denn wie bereits gesagt, die Fahrt war echt lang und aufgrund der Hitze waren wir eigentlich immer froh, wenn wir wieder im Bus fahren. Wie es mit den Touren von Darwin oder Adelaide aussieht, kann ich natürlich nicht beurteilen, da müsst ihr euch schon selber ein Bild machen. 


Ein verlassenes Dorf, dient jetzt als eine Art "Museum":






Eine Goldmine:



Kamele ahead!























getting closer ...




The Olgas:


Ayers Rock - Uluru:










Kings Canyon:






The End. Finally arrived.